Ich habe weiterhin großen Spaß an diesen Space Operas aus dem Goldenen Zeitalter, in denen die noch junge Terranische Raumflotte auf ausgewachsene Zivilisationen trifft, die das Leben auf der Erde bedrohen. Die Größe und der Umfang der Geschichten sind einfach herrlich: interstellare Politik, fremde Imperien, wackelige Allianzen und vor allem Flottenmanöver und Raumschlachten bieten genau die Art von Abenteuer, die ich schon als Teenager an Science Fiction geliebt habe. Besonders viel Spaß macht mir, wie Rhodans kleine Flotte gegen technisch überlegene Gegner durch Manöver, Täuschung und Kühnheit bestehen muss, statt einfach mit mehr Feuerkraft zu gewinnen.
In Das Geheimnis der Zeitgruft gerät Rhodan in ein Rätsel um eine uralte Anlage und die verschiedenen Kräfte, die sich darum streiten, während Die Festung der sechs Monde den Konflikt zu einer größeren militärischen Auseinandersetzung mit fremden Mächten und einer gewaltigen Festung ausweitet. Mir gefällt, wie die beiden Bücher zwischen Ermittlung, politischen Ränkespielen und Flottengefechten wechseln; immer wieder geraten die Terraner in Situationen, in denen sie mit ihren normalen Mitteln nicht weiterkommen und Rhodan improvisieren muss.
Die Fähigkeiten des Mutantenkorps finde ich nach wie vor etwas gewöhnungsbedürftig, besonders wenn außergewöhnliche Kräfte plötzlich die Lösung für ein ansonsten ziemlich schwieriges Problem liefern. Rhodan selbst gefällt mir dagegen immer besser: seine rücksichtslose Entschlossenheit, seine Bereitschaft zur Täuschung und sein Wille, zum Schutz der Erde praktisch alles Nötige zu tun, machen ihn für mich zu einer zunehmend interessanten Figur. Gerade die dreisten Täuschungsmanöver und taktischen Tricks sind genau die Sorte Space-Opera-Übertreibung, die mir Spaß macht; die Bücher bringen mir wieder dieses gemütliche Teenager-Gefühl zurück, das ich mit der Science Fiction des Goldenen Zeitalters verbinde.
5/5 Sterne

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